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SupportGISJ - Rathaus

Flyer
SupportGISJ-Rathaus

Allgemein

SupportGIS/JAVA Rathaus (SGJ-Rathaus) ist eine in Java programmierte Softwarekomponente der Firma CPA Software GmbH. Basierend auf dem Rahmenkonzept einer ISO-/OGC-konformen 2D/3D-Geodatenhaltung, verwendet SGJ- Rathaus ein Datenbankmodell, das es ermöglicht objektorientierte Geodaten zu beschreiben und auf ein Datenbankschema zu projizieren.

Eigenschaften der Geodatenhaltung:

  • Unterstützung der objektorientierten Paradigmen bei der Modellierung der Datenschemata. Dies sind beispielsweise Vererbung, Aggregation, Komposition, Assoziation, Abstrakte Klassen, etc.
  • Erhalt der Generik der Anwendungsschemata. Das bedeutet eine strenge Trennung von Anwendungsschema und Datenbankschema sowie ein weitestgehender Verzicht auf statische Strukturen.
  • Unterstützung gängiger objektrelationaler Datenbanken, wobei der Zugriff auf die Daten über die Standards WFS und JDBC erfolgt. Räumliche Strukturen werden nach den Simple Feature for SQL Spezifikationen des OGC modelliert und über eine OGC-Schnittstelle auf die Geo-Strukturen der Datenbank (z.B. SDO_Geometry) abgebildet. Attributive Objekt-Informationen werden mit Standard-SQL beschrieben.
  • Orientierung an Normen und Standards bei der Beschreibung, Abfrage und Abgabe von Geodaten (XML, GML, SQL, WFS, etc.).
  • Der operationale Umfang der Anfragesprache und der Auswertemöglichkeiten wird durch das wfs:filter-Encoding definiert. Dies erlaubt eine beliebig komplexe Kombination aus fachlich-attributiven Operatoren (PropertyIsEqualTo, PropertyIsGreaterThan, etc.), räumlich-geometrischen Operatoren (Touches, Intersects, Crosses, Bbox, etc.) und den logischen Verknüpfungsoperatoren (AND, OR, NOT).
  • Die Kern-Instanzen zur Datenmodellierung sind plattformunabhängig.

Stadtgrundkarte

SGJ-Rathaus ermöglicht die einfache und komfortable Führung der Stadtgrundkarte. Das Schema der Datenbank ist als kommunale Erweiterung des zunkünftig vom Liegenschaftskataster verwendeten ALKIS-Schemas in der Version GeoInfoDok (5.1.1) realisiert. Dementsprechend orientiert sich auch die Fortführungslogik an diesem neuen Standard. Die Kommunikation zwischen Erfassungsarbeitsplatz und Datenhaltung erfolgt somit über eine NAS-Schnittstelle. Zur Erleichterung und Beschleunigung der Arbeiten ist die Beschreibung von Erfassungsregeln möglich. Dadurch werden Attribute automatisch mit Standardwerten vorbelegt und Präsentationsobjekte automatisch berechnet und platziert. Diese automatisch generierten Informationen können vom Bearbeiter im Bedarfsfall noch manuell geändert werden. Die Erfassung unterstützt auch die automatische Flächenbildung auf Grundlage der Flächen des Liegenschaftskatasters. Diese können beispielsweise aus der ALK oder über einen Webdienst (WFS) eingebunden werden.

Abbildung 1: Stadtgrundkarte

SGJ-Rathaus verfügt über eine Trimble-Schnittstelle. So ist es möglich Objekte aus Aufmessungen im Trimble Format zu übernehmen und Koordinatenlisten (SGK u. ALK) im Trimble Format als Grundlage für die Absteckung abzugeben. Die Darstellung der Daten kann über SLD frei als thematische Darstellung konfiguriert werden.

Integration von ALK und ALB

In SGJ-Rathaus können die Daten der derzeitigen Verfahren des Liegenschaftkatasters (ALB/ALK) integriert und nutzbringend eingesetzt werden. So besteht die Möglichkeit der Suche über verschiedene Kriterien, z.B. Flurstückskennzeichen, Straße u. Hausnummer oder Eigentümer. Zu den so identifizierten Flurstücken können amtliche Nachweise aus dem ALB (z.B. Flurstücks-/ Eigentümernachweis) abgerufen werden. Auch die Erzeugung von Auszügen aus dem Liegenschaftskataster ist möglich.

Abbildung 2: Integrierte Liegenschaftsdaten

Da SGJ-Rathaus von seinem Systemansatz her auf den Strukturen von ALKIS aufbaut, ist sobald das Liegenschaftkataster auf ALKIS umgestellt wird, auch die Integration von ALKIS-Daten problemlos möglich.

Knoten-/Kantenmodell

SGJ-Rathaus ist in der Lage für Fachaufgaben, die Routing erfordern, einen einfachen Graphen im Sinne eines Knoten-/Kantenmodells zu verwalten und stellt ebenso Werkzeuge für dessen Erfassung und Führung sowie Suchfunktionen bereit.

Abbildung 3: Knoten-/Kantenmodell

Schulwegsberechnung

Ein Beispiel für eine Fachanwendung, die auf den Strukturen des Knoten-/Kantenmodells aufsetzt, ist die Schulwegsberechnung. Hierbei wird unter zusätzlicher Verwendung von Hausnummern- positionen aus der ALK und Adresslisten von Schülern und Schulen für jeden Schüler automatisch der kürzeste Schulweg bestimmt. Der Schulweg kann anschliessend über ein Plot im PDF-Format ausgegeben werden.

Abbildung 4: Schulwegsberechnung

Die Automatische Routenplanung kann dabei im Batchbetrieb erfolgen, so dass die Plotausgaben für alle Schüler vollautomatisch generiert werden. Darüber hinaus ist auch eine individuelle Routenplanung unter Nutzung weiterer Daten z.B. der Stadtgrundkarte oder über Webdienste (WMS/WFS) möglich.

Pflegeobjekte

SGJ-Rathaus macht die einfache und komfortable Führung der Pflegeobjekte möglich. Das Schema der Datenbank ist als kommunale Erweiterung des zukünftig vom Liegenschaftskataster verwendeten ALKIS-Schemas in der Version GeoInfoDok (5.1.1) realisiert. Somit orientiert sich auch die Fortführungslogik an diesem neuen Standard und die Kommunikation zwischen Erfassungsarbeitsplatz und Datenhaltung erfolgt über eine NAS-Schnittstelle. Die Erfassungsarbeiten können auf Grundlage von ALK-Daten oder der Stadtgrundkarte erfolgen. Hierzu steht auch eine Kopierfunktion zur Verfügung. Um die Erfassung möglichst komfortabel zu gestalten, können Attributwerte teilweise automatisch ermittelt werden (z.B Ortsteil aus ALK). Weiterhin existieren komfortable Such- und Selektionsfunktionen. Für die Pflegeobjekte kann eine Plotausgabe mit inhaltsabhängiger Legende und Mengenbilanz erzeugt werden.

Abbildung 5: Pflegeobjekte

Darüber hinaus sind Triggermechanismen für die automatische Aktualisierung des Baumkatasters vorhanden.

Grünfächen- und Baumkataster

Ein weiterer Anwendungsbereich von SGJ-Rathaus ist das Baumkataster. Auch hier ist das Schema der Datenbank als kommunale Erweiterung des ALKIS-Schemas in der Version GeoInfoDok (5.1.1) realisiert. Somit orientiert sich auch hier die Fortführungslogik an diesem neuen Standard und die Kommunikation zwischen Erfassungsarbeitsplatz und Datenhaltung erfolgt über eine NAS-Schnittstelle. Triggermechanismen erlauben das Lesen und Aktualisieren einer Austauschtabelle. Auf diese kann über ODBC auch von anderen Fachanwendung zugegriffen werden. Dadurch wird eine automatische Aktualisierung der Daten aus dem Bereich der Pflegeobjekte möglich.

Abbildung 6: Baumkataster

Die Darstellung kann flexibel über SLD-Steuerdateien konfiguriert werden.

Versiegelungskataster

SGJ-Rathaus eignet sich auch zur Führung des Versiegelungskatasters. Das Programm verfügt über eine angepasste Dialogoberfläche zur Erfassung und Auswertung der Daten von versiegelten Flächen. Über ein Webportal können die Eigentümer alphanumerische und geometrische Angaben zum Versiegelungszustand ihrer Flächen selbst mitteilen.

Abbildung 7: Versiegelungskataster

Weiterhin existiert eine Schnittstelle, zur Übermittlung der abrechnungsrelevanten Daten an den Fachbereich Finanzen.

Regenwasser

Durch Kombination der Daten aus ALK/ALB-Daten und der Daten des Versiegelungskatasters sowie weiteren Fachdaten, kann mit Hilfe von SGJ-Rathaus ein Regenwasserbehandlungskonzept erstellt werden. Auch hier kann die Darstellung über SLD-Steuerdateien flexibel konfiguriert werden.

Abbildung 8: Regenwasser

Kommunales Bodenmanagement

SGJ-Rathaus verfügt auch über Funktionalität für das Kommunale Bodenmanagement. Hierzu wird auf den Daten des Liegenschaftkataster aufgesetzt. Unterstützt wird eine vollautomatische Verschneidung der Flächen mit der ALK, sowie ein automatischer Flächenabgleich mit dem ALB. Dabei werden die Teilflächen automatisch beschriftet. Zusätzlich können die Eigentümer der Flächen automatisch ermittelt werden und die Ableitung einer Flächenstatistik ist möglich.

Abbildung 9: Kommunales Bodenmanagement